Rede von Ulrich Harnacke

Es gilt das gesprochene Wort.

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist mir eine besondere Ehre, Sie alle heute zur Verleihung des Benediktpreises von Mönchengladbach willkommen zu heißen. Wir sind glücklich über unseren diesjährigen Preisträger, Herrn Bundespräsident a. D. Joachim Gauck. Wir freuen uns sehr über die Anwesenheit und die Laudatio des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Mitglied des Landtags, Herrn Hendrik Wüst. Bitte begrüßen Sie mit den Genannten auch den Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach, Herrn Felix Heinrichs, die Mitglieder des Landtages Jochen Klenner und Vanessa Odermatt sowie die Bürgermeister Yolanda Hoogtanders aus Roermond, Josephine Gauselmann, Petra Heinen-Dauber und Hajo Siemes aus Mönchengladbach.

Der heilige Benedikt von Nursia, dessen Name dieser in Kooperation mit der Stadt Mönchengladbach vergebene Preis trägt, gilt nicht nur als der erste Schutzpatron Europas, sondern steht mit seinem Ziel, Glaube und Vernunft in Einklang zu bringen, auch als ein Symbol für die Kraft, Brücken zu bauen – zwischen Menschen, Ideen und Kulturen. In einer Zeit des Wandels und der Unsicherheiten schuf er im Sinne benediktinischer Regeln die Grundlage für eine gelingende Gemeinschaft, für Dialog und für Verständnis. Seine Vision von Einheit in der Vielfalt ist heute aktueller denn je.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Gauck, Sie sind stets für Recht und Freiheit und Demokratie eingetreten und haben – auch in der Gegenwart – immer wieder das hohe Gut der Freiheit bewusst gemacht und dabei deren Rückbindung an die Verantwortung betont: Freiheit ist nur möglich, wenn Verantwortung übernommen wird.

Hervorzuheben sind gerade in diesen, viele Menschen verunsichernden Krisenzeiten Ihre vermehrten Wortmeldungen: Sie vermitteln Klärung, Zuversicht und Mut – als unabhängige, erfahrene Stimme, besonnen und nah den Menschen. Mit Ihrer Haltung, die auf dem christlichen Wertefundament unserer freiheitlichen Demokratie gründet, und mit Ihrem klaren Blick für Recht und Unrecht wollen Sie durch positive Botschaften Vertrauen in die Stärke unserer Demokratie bewirken und Orientierung geben im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Sie tun dies stets mit hoher Überzeugungskraft und mit breiter Resonanz.

Sehr verehrter Herr Gauck, Ihre Lebensleistung und Ihre Stimme für Freiheit, Versöhnung und Menschlichkeit verkörpern genau diese Werte. Sie haben es verstanden, nicht nur zwischen Ost und West Brücken zu schlagen, sondern auch zwischen Herzen und Überzeugungen. Ihr unermüdliches Engagement für die Würde des Einzelnen und für die Stärkung unserer Demokratie macht Sie zu einem besonders würdigen Träger dieses Preises.

Lassen Sie uns heute gemeinsam feiern – nicht nur Ihre Verdienste, sondern auch das, wofür dieser Preis steht: die verbindende Kraft des Dialogs, den Mut zur Verständigung, auch wenn sie schwierig ist, und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für die Menschen in Europa und in der Welt.

Ich danke Ihnen allen, dass Sie diesen besonderen Moment mit uns teilen.

 

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